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Bernward Gesang ist habilitierter Philosoph, der sich mit erkenntnis- und gesellschaftstheoretischen sowie ethisch-moralischen Problemen beschäftigt.

In seiner im Internet veröffentlichen Biographie weist nichts darauf hin, dass er von naturgeschichtlicher Forschung und insbesondere von stachellosen Bienen und dem Sauriertod-Impakt mehr versteht, als er aus Kinderbüchern kennt oder gerade auf dem populistischen Online-Ticker eines Wissenschaftsmagazins gelesen hat.

Gesang bezeichnet die Theorie über den Dinosaurier-Impakt und Impaktwinter in dem o. Dies wäre vertretbar, wenn er damit auf ihre durch zahllose Untersuchungen gefestigten und sicher gegründeten Inhalte hinweisen will.

Gesang will aber mit seiner Begriffswahl etwas ganz anderes betonen, nämlich dass es sich bei der Impakttheorie um eine statische, d. Sonst wüsste er nämlich, dass es wenige geologische Hypothesen gibt, denen soviel Widerstand von den Verfechtern scholastischer Theorien entgegengebracht wurde, wie die Theorie vom endkreidezeitlichen Impakt.

Der Grund dafür waren nicht etwa unzureichende Belege, sondern ihre Unvereinbarkeit mit den zu Beginn der er Jahre noch dominierenden gradualistischen Vorstellungen.

Der amerikanische Astrophysiker John S. Huxley zu Fall gebracht zu werden. Erstens kann von dem Überleben einer in tropischen Klimaten vorkommenden Art nicht auf globale, sondern nur auf regionale oder lokale Umweltbedingungen geschlossen werden.

Huber ist Koautor einer empirischen Studie [Galeotti et al. Aus der Beobachtung, dass moderne stachellose Bienen ohne Vorratshaltung leben, folgt daher nicht zwangsläufig, dass dies auch für ihre fossilen Vorfahren gilt.

Rezente Bienen finden in tropische Regionen ganzjährig unzählige Blütenpflanzen vor. Labandeira et al.

Welches Resümee ist nun aus dieser Geschichte zu ziehen: Der jungen Forscherin, die vermutlich selbst von der überwältigenden Presseresonanz anlässlich ihres Vortrages überrascht war, ist zu raten, dass sie den Medienrummel nicht als Beleg für ihre etwas forsche These verbucht.

Dem Philosophen Gesang sei empfohlen, seine Finger von stachellosen Honigbienen zu lassen und seine zweifelsfrei vorhandenen wissenschaftstheoretischen Kenntnisse nicht auf Phänomenbereiche anzuwenden, von denen er keine Ahnung hat.

Und Heribert Illig tut sich keinen Gefallen, wenn er leichtfertig Denkverhärtungen wie im Fall mittelalterlicher Urkunden mit dem berechtigten Selbstbehauptungsvermögen dynamischer Theorien wie der Theorie vom Sauriertod-Impakt und dem impaktbedingten Temperatursturz in Verbindung bringt.

Galeotti, S. Geology 32 6 , Labandeira, C. Osten, M. Muttersprachlich rühren sie oft von altem Liedgut her.

Als Koprolithe, d. Kotsteine bezeichnet man die vielfach gefundenen versteinerten Exkremente der Saurier. Heribert Illig will es seinen Kritikern noch mal zeigen.

Um diesmal keinen Zweifel an seiner Souveränität im Umgang mit der diffizilen Thematik aufkommen zu lassen, legt er sich mit bilderschwangerer Kommentierung richtig ins Zeug.

Nur die Literaturangaben wirken etwas zusammengestümpert und wären in einem mediävistischen Artikel vom Herausgeber sicherlich so kaum akzeptiert worden.

Diese simple Einsicht bleibt, das macht der Schlussakkord des neuerlichen Beitrages über das Sauriersterben deutlich, dem Herausgeber aber weiterhin verborgen.

Vor solcherlei Kritik aus den eigenen Reihen kann er sich — dank engagierter Mitstreiter — auch nicht schützen, in dem er seinem derzeit ärgsten Kritiker das aktuelle Bulletin trotz pünktlich bezahltem Abonnement bis zum Beginn des Jahrestreffens in Zürich vorenthält.

Peter Winzeler weiter so Peter! Chronologiekritiker wissen, dass dies nicht unbedingt als positiver Trend zu interpretieren ist, da zumindest die wirkliche Geschichte nun mal ein Abfolge einmaliger Ereignisse ist.

Woher zukünftig der Wind wehen wird, deutet der Herausgeber ziemlich unverblümt im Editorial an. Er hat sich nicht nur zum Ziel gesetzt, sein Bulletin noch mindestens bis zum Jahre alleine zu produzieren, sondern hofft sogar, insoweit vom internetverursachten Periodikasterben zu profitieren, dass er schlussendlich mit seinem chronologiekritischen Bulletin eine Monopolstellung einnimmt.

Bereits jetzt arbeitet der Herausgeber an dieser kühnen Vision. Die verlagseigene Internetseite ist so langweilig, inhaltsarm und schlecht gepflegt, dass für jeden ernsthaft an der Chronologiekritik interessierten Leser dieser Seite der Kauf des Bulletins schon jetzt unverzichtbar ist.

Mit Blick auf die etwas fernere Zukunft scheint uns hier allerdings ein spannender wenn auch etwas unfairer Wettlauf zwischen der unvermeidlichen Vergreisung des Herausgebers und dem ewigen Jungbrunnen Internet bevorzustehen.

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Wo aber die Hauptüberschrift höchste inhaltliche Erwartungen weckt, holt einen der Untertitel des Beitrages schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Ulrich Kutschera profiliert sich seit einigen Jahren als eine Art missionarischer und zugleich karrierebewusster Hüter der reinen darwinistischen Lehre und darüber hinaus als lautstark agierender Verteidiger der universitären Wissenschaften vor kreationistischer Unterwanderung oder gar Bevormundung.

Dies liegt erstens an seiner Neigung zum verwegenen weltanschaulichen Herumschwadronieren, zweitens an seinem schlichten Bild vom wissenschaftlichen Fortschritt, drittens an seiner erstaunlich geringen Kenntnis von evolutionsbiologischen Forschungsfronten und viertens auch an einer kaum übersehbaren Angst vor einer direkten Konfrontation mit den führenden Vertretern seines kreationistischen Feindbildes.

Hermann Müller-Karpe. Solche Ticks sind zuhauf von renommierten, während ihrer beruflichen Karriere völlig naturalistisch arbeitenden Physikern, wie z.

Max Planck bekannt. Von solcher Art Motivlage kann sich natürlich kaum jemand freisprechen, nur dass die meisten eine erheblich höhere Hemmschwelle haben, die Produkte solcher Motivlagen öffentlich auszubreiten.

Wie immer kommt dabei in Abhängigkeit von der tatsächlichen Sachkompetenz mal mehr und mal weniger Originelles und Erträgliches heraus. Illig hat in seinem Evolutionismus -Artikel den Bogen weit gespannt.

Da hat es mit Illig gerade den richtigen Leser gefunden, denn gebildet ist er allemal, auch wenn es ihm substanziell an biologischem Sachverstand mangelt.

Hinsichtlich seines eigenen sachlichen Nährwertes ist das Büchlein allerdings zwischenzeitlich reichlich verstaubt. Kurz: Menting statt Mayr!

Weshalb so harte Worte? Schon damals war mir klar, dass es Illig hier an Substanz und Verständnistiefe fehlte. In seinem neuerlichen Evolutionismus -Artikel ist Illig meiner Bitte und durchaus eigennützigen Warnung , sich nicht auf mich zu berufen, wieder einmal nicht gefolgt.

In seinen einleitenden Einlassungen zu neu entdeckten oder bestätigten Artbildungsmechanismen ohne räumliche Trennung verweist er auf meinen Artikel zur explosiven Artbildung bei ostafrikanischen Buntbarschen.

Selbstgefällig und stur wie unser Herausgeber nun mal ist, zitiert er nicht die brandaktuelle Fassung auf meiner Website oder die immerhin schon aktualisierte Fassung in der Naturwissenschaftlichen Rundschau , sondern die zwischenzeitlich ziemlich veraltete ursprünglich in seinem Bulletin veröffentlichte Version.

Dies kann man wohlwollend als Zugeständnis an bequeme Zeitensprünge -Leser oder auch weniger wohlwollend als fahrlässige oder gar gezielte Provokation interpretieren.

Auf eine detaillierte inhaltliche Auseinandersetzung mit Illigs neuerlichen Einlassungen zu Artbildungsmechanismen verzichte ich hier, weil dabei nur herauskommen kann, was ich auf meiner Internetseite schon pointiert herausgearbeitet habe.

Bei meinen ersten Versuch, mich bei ebay einzuloggen, machte ich folgende Erfahrung: Zu Beginn des eigentlich narrensicheren Vorganges wurde ich von der ebay -Software wiederholt freundlichst darauf hingewiesen, dass Mammut , Wollnashorn , Säbelzahntiger , Dodo und andere spektakuläre ausgestorbene Arten als Benutzername schon vergeben wären.

Wie das? Für das ebay -Anmeldeprogramm wäre sie aber sicherlich eine sinnvolle Erweiterung Bei aller Neigung zur schonungslosen Kritik können und wollen wir hier nicht verschweigen, dass Illigs Evolutionismus -Artikel auch gelungene Passagen enthält.

Illig gelingt es hier überzeugend, Kutschera als ahnungslosen Herumschwadronierer in theologischen Sachfragen zu entlarven.

Im Übrigen ein schönes Beispiel für die Paranoia orthodoxer Evolutionisten gegenüber Kreationisten oder auch nur Evolutionskritikern.

Wie kam ich zu der Ehre? In meinem bereits erwähnten, in der NR erschienenen Übersichtsbeitrag zur Buntbarschevolution hatte ich mir mit Einverständnis der Redaktion erlaubt, neben anderen Evolutionsmodellen auch kurz das kreationistische Grundtypenmodell zu erwähnen.

Der zum biologischen Wissenschaftsaberglauben neigende Wissenschaftstheoretiker Dr. Mahner hatte darauf hin in einem empörten Leserbrief dagegen protestiert, dass in einer naturwissenschaftlichen Zeitschrift kreationistische Pseudowissenschaft beworben wird.

In Mahners Leserbrief und meiner später veröffentlichten Replik wird auch auf meine Autorentätigkeit für das Zeitensprünge -Bulletin Bezug genommen, Illig aber namentlich nicht erwähnt.

Das grenzt zweifellos an Wahn im fortgeschrittenem Stadium, also Wahn, der sich schon erheblich von der Realität gelöst hat. Für Zweifler darf ich hinzufügen, dass Kunz schon deshalb ein vertrauenswürdiger Gewährsmann ist, weil er mit dem Ankläger Mahner befreundet ist.

Von den Realitäten nun wieder zu den Wahnvorstellungen: Wie meistens entwickeln sich diese aus sehr pragmatischen Ängsten: Illig musste sich von Beginn der Phantomzeitdebatte an heftigst und zeitraubend gegen den Verdacht wehren, Pseudowissenschaft zu betreiben.

Zweifelsfrei wäre er, um der Beförderung seiner Phantomzeitthese willen, sogar bereit, seine eigene Religiosität zu verleugnen.

Angesichts der geschilderten Sachzwänge habe ich für Illigs monomanes Verhalten, sich ständig als nüchternst und objektivst denkender Wissenschaftlicher zu profilieren zu müssen, ein gewisses Verständnis.

Das hört allerdings auf, wenn ihm vor lauter Genuss an öffentlichen Reinwaschungen der eigenen Haut von selbst- konstruierten Verdächtigungen, der eigentliche Skandal an der Geschichte verborgen bleibt.

Halbsatz aus meiner ebenfalls veröffentlichten Replik. So gekürzt und entstellt, ist es nicht verwunderlich, dass sich der unbedarfte oder wissenschaftsgläubige Leser ein falsches Bild von meiner Position in der Kreationismus-Evolutionismus-Debatte machen muss.

Aber warum bleibt unserem Herausgeber der eigentliche Skandal in dieser Geschichte verborgen? Allein aus Selbstgefälligkeit? Nein, da scheint noch mehr im Spiel zu sein!

Und selbst wenn sie ihm vorliegen würde, hätte er wegen seiner vielfältigen Verpflichtungen an den Phantomzeit-Fronten kaum Zeit, sie sorgfältig auszuwerten.

Zum Anderen scheint es da, eine gewisse Seelenverwandtschaft zwischen Illig und Kutschera zu geben.

Solche Be- oder Empfindlichkeiten verbinden, trüben aber den klaren Blick und das Selbstreflexionsvermögen.

Dies geschieht sicherlich nicht nur aus reiner Eitelkeit, sondern auch aus legitimen Gründen der Zweitverwertung, d.

Illigs Mitteilungsbedürfnis hat allerdings Grenzen und die fangen dort an, wo es ihm extern an den Kragen geht. Erheblich weniger ausführlich zitiert unser Herausgeber nämlich aus Müller-Karpes Replik zu seiner Stellungnahme.

Die verbreitete Strategie, kritische Texte zu unterschlagen oder zu verstümmeln, ist zwar für den informierten Leser relativ leicht zu entlarven ist, bringt aber häufig durchaus den gewünschten Erfolg.

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E-Mail erforderlich Adresse wird niemals veröffentlicht. Name erforderlich. Herzlich willkommen auf dem Blog der deutschen Wissenschaftssachbücher von Springer Spektrum.

Waman Puma schreibt in seinem Buch über die Symbolik all seiner Namen. Eine Reihe von Urkunden aus dem Jahrhundert zeigt, dass Waman Puma in den siebziger Jahren spanischen Priestern als Übersetzer für Spanisch und Quechua diente in deren Kampagne zur "Ausrottung des Götzendienstes" in ländlichen Regionen Perus, vor allem zur Bekämpfung einheimischer messianischer Bewegungen.

Waman Puma taucht selbst in einigen Klageschriften aus den späten neunziger Jahren als Kläger auf, wobei er mit der Begründung seiner Abstammung versuchte, Land und ein politisches Amt im Chupas-Tal zurückzuerlangen.

Er verlor jedoch sämtliche Prozesse. Darüber hinaus wurde seine gesamte Habe enteignet, und er musste die Orte verlassen, die er vorher als indianischer Adliger regiert hatte.

Waman Puma war desillusioniert über die Behandlung der einheimischen Bevölkerung der Anden durch die spanische Kolonialmacht nach der Eroberung Conquista.

Francisco Pizarro , sind präzise Götterbilder, Kleidung, Stammestrachten usw.

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